Berufsbild Büchsenmacher
 

Seit es das Pulver gibt sind auch Waffen zu dessen Nutzung gebaut worden. Immer raffinierter und moderner wurden die Konstruktionen. Manche wurden für die Jagd und den Sport gebaut. Viele wurden für den Krieg produziert. War es damals mit dem Luntenschloss, dem Radschloss, dem Steinschloss, danach mit der Perkussionszündung noch eine langsame Schussfolge, so entstanden seit der Erfindung der Patrone Waffen, welche sehr schnelle Schussfolgen zuliessen. Aus dieser Entwicklung heraus entstand der Büchsenmacherberuf. Er betätigte sich in den Anfängen der Waffengeschichte bei der Konstruktion und in der Neuzeit eigentlich nur noch bei der Herstellung oder Reparatur von Jagd- und Sportwaffen.


Letzteres ist eigentlich unser Fachgebiet. Die momentane Büchsenmachergeneration hat viele technische Entwicklungen durchlaufen. Wer hätte vor 50 Jahren daran gedacht, dass viele Waffenteile aus Kunststoff oder Aluminium hergestellt werden oder dass mit Leim besser zusammengefügt werden kann als mit Löten?


Dadurch hat sich unser Berufsbereich sehr gewandelt. Wir sind Neuerungen gegenüber offener geworden und wenden diese auch gekonnt an. Das bedeutet aber nicht, dass wir die alten Arbeitsabläufe nicht mehr beherrschen. Unser Können umfasst eine weite Bandbreite.

 

Sie können sowohl mit alten als auch mit neuen Waffen zum Büchsenmacher gehen und werden kompetent beraten und bedient.

 
Der Waffenfachhändler
 

Sie sind ebenfalls Kenner der Waffen in den verschiedensten Sparten jedoch ohne Büchsenmacherausbildung. Sie beherrschen den Ankauf und Verkauf von Waffen. Das Waffenangebot darf sich sehen lassen. Reparaturen werden, wenn vorhanden von der betriebseigenen Werkstätte ausgeführt oder durch einen Büchsenmacher erledigt.

 

Quelle: Schweizerischer Büchsenmacher- und Waffenfachhändlerverband

 
 

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